Gregor Grill

BERUF(UNG)

Stabsstelle Innovationen der Landwirtschaftskammer Salzburg

THEMA

2020 Session 3PLUS Talk INFRASTRUKTUR

HINTERGRUND

Seit rund 10 Jahren gehört es zu meinen Aufgaben, verschiedene Grundinanspruchnahmen im Auftrag von Grundeigentümern, Infrastrukturbetreibern oder Gemeinden zu bewerten und damit einer ökonomischen Betrachtung zuzuführen. Auch Freizeitnutzungen gehören hier dazu. Vielfach spielt die ökonomische Bewertung dabei aber eine Nebenrolle, denn ein echtes Geschäftsfeld sind solche Nutzungen in den seltensten Fällen für die Grundeigentümer.

Es geht vielmehr um Akzeptanz und dass es nicht zu groben Konflikten mit den Zielen des Grundeigentümers hinsichtlich Bewirtschaftung, Jagd, Frequenz auf den Flächen oder der immer drohenden Haftungsfrage kommt und die Augenhöhe mit den „fordernden“ Gruppen gewahrt bleibt. Denn Grundeigentümer haben viel mehr Anspruchsgruppen als die sich dynamisch entwickelnde Freizeitgesellschaft.

Bei steigenden Ansprüchen der Freizeitgesellschaft verlagert sich die Anforderung des Grundeigentümers aber hin zu einem übergeordneten Level, der bisher zwar vielfach unter Synonymen wie „Grenzen der Mehrfachnutzung der Natur“ adressiert wird, aber weder übergeordnete Lösungskonzepte noch politisches Engagement in Sicht ist. Hier versuche ich, in Gemeinden, bei Grundeigentümern, Tourismusverbänden und der Politik für Lösungen zu werben, wie z.B. in einem Projekt des Umweltbundesamtes gemeinsam mit den Landwirtschaftskammern zu Erfolgsfaktoren von Mountainbike-Projekten.

Thema 2020

SESSION 3PLUS TALK INFRASTRUKTUR

Unsere “Leistungs”-Gesellschaft braucht ein Ventil um sich zu entschleunigen bzw. abzulenken. Immer mehr Menschen suchen dazu unsere Naturräume auf. Somit sind Konflikte mit den bis dato nutzenden Interessengruppen gegeben. Der Corona-Effekt und der Klimawandel beschleunigen diesen Drang.

Daraus folgen eine Intensivierung von Konflikten, Ängste wegen Übernutzung bzw. Verdrängung und letztlich ein “Wildwuchs” von Verboten und Einschränkungen.

Erfahrungsgemäß nutzen Verbote in derlei gesellschaftlichen Veränderungen nichts. Deshalb ist es notwendig Lösungen zu suchen, welche die Interessen aller so gut als möglich vertreten.

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FRAGEN ZUM THEMA

Der Grundeigentümer insbesondere in den Naherholungsgebieten hat durchwegs mehr Schaden den Nutzen mit Naturnutzern. Dies führt zu immer mehr Konflikten.

Wäre es nicht an der Zeit darüber nachzudenken, ob und wie ein gesamthafter Nutzen für Grundeigentümer geschaffen werden kann, ohne den Eindruck einer neuen Abgabe bzw. Steuer zu erwecken?

Expert/inn/en

Lisa Ribarich (Werbung Niederösterreich), Peter Stirnimann (Fachstelle Langsamverkehr), Gregor Grill (Landwirtschaftskammer), Moderation: Harald Maier (ambi Austrian Mountainbike Institute)

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